Projektbeschreibung

Zielsetzung

„Praxis as a Service“ basiert auf der Idee des Cloud-Computing und kombiniert diese mit einem Leasing-Konzept für die Arbeitsplatzcomputer in der Praxis. In vielen Bereichen von Industrie, Wirtschaft, aber auch im Gesundheitswesen zeichnet sich der Trend ab, Rechenleistung und Datenspeicherung auszulagern um Investitionen und Risiken zu minimieren. Dies ermöglicht flexibel auf wachsende Anforderungen reagieren zu können. Mit der hohen Verfügbarkeit günstiger Breitband-Internetanschlüsse, können die Datenhaltung und Verarbeitung in spezialisierte Rechenzentren verlagert werden. Lediglich die aktuell benötigten Informationen werden übertragen und angezeigt. Hierbei gelten hohe Sicherheits- und Qualitätsstandards innerhalb des Rechenzentrums von Kameraüberwachung und Zugangskontrolle via Fingerabdrucksscanner bis hin zu Brandmeldeanlagen und Notstromversorgung.

Die ausgewählten Datenzentren sind hierbei nach allen gängigen Standards der IT-Sicherheit (z.B.: TÜV oder ISO 9001 und ISO 27001) zertifiziert. Durch den Verzicht auf eigene Hardware, reduzieren sich die Kosten bei Geräteausfällen und die damit verbundenen Service-Einsätze durch IT-Fachkräfte ebenso wie die Ausfallzeiten. Letztlich kann auch der ökologische Fußabdruck durch den Einsatz energiesparender Technik gering gehalten werden.

Ansatz

Reduktion der Investitionskosten, laufender Kosten und Risiken durch eine zentrale Datenhaltung in einem externen Rechenzentrum.

Lösung

Überdimensionierte Praxis-Computer mit Microsoft Windows Betriebssystemen werden durch energiesparende Mini-Computer auf Linuxbasis ersetzt. Diese Mini-Computer zeichnen sich nicht nur durch einen um das 10-20x geringeren Energiebedarf und absolut geräuschlosen Betrieb, sondern auch durch ihre Wartungsfreiheit (keine mechanischen Teile) aus. Die Rechenleistung und Daten beziehen die Mini-Computer aus einer hochverfügbaren und leistungsstarken Infrastruktur, die in einem sicheren und zertifizierten Rechenzentrum in Deutschland untergebracht ist.

Es reduzieren sich die Risiken von Systemausfällen und Datenverlusten, da im Gegensatz zu üblicher Praxis IT hochwertigere und leistungsfähigere Server- und Netzwerktechnik zum Einsatz kommt, die zudem 24 Stunden von qualifiziertem Personal überwacht und regelmäßig gewartet wird. Neben regelmäßigem Tausch von „Verschleißteilen“ wie Festplatten werden automatische Datensicherungen durchgeführt und die Funktion des Servers überwacht um Probleme möglichst frühzeitig zu erkennen und zu beheben.

Sie sparen laufende Energiekosten und schwer kalkulierbare Kosten für Technik und IT-Personal.
Es kommt zu weniger Ausfallzeiten durch professionell gewartete Hochverfügbarkeitstechnik.

Leistungsumfang

Wir übernehmen die wesentlichen Aspekte der Hardwarebeschaffung und Installation nach initialer Planung anhand Ihrer individuellen Situation. Diese umfassen im Wesentlichen:

  • Beauftragung des Internetanschlusses
  • Bestellung der notwendigen Praxiscomputer (Thinclients)
  • Installation und Bereitstellung des/der Server
  • Herstellen der Verbindung zwischen Praxis und Server
  • über eine sichere Leitung
  • Kommunikation mit den Anbietern der gewählten Praxissoftware
  • Sicherstellung des laufenden Betriebs der Hardware

Funktionsweise

Die Funktionsweise der „Praxis as a service“ entspricht im Wesentlichen der einer normalen IT-Infrastruktur. Diese besteht aus einem Server, einem Netzwerk und diversen Geräten wie PC´s, Druckern, Scannern, Chip-Kartenlesern, sowie digitalen Röntgengeräten. Im Unterschied zu einer konventionellen Lösung befindet sich jedoch der zentrale Server nicht in der Praxis, sondern extern in einem Hochsicherheitsrechenzentrum.  Die Computer, die in der Praxis eingesetzt werden haben etwa die Größe eines herkömmlichen Taschenrechners und arbeiten absolut geräuschlos und energiesparend.  Sie besitzen kein Windows-Betriebssystem, sondern arbeiten mit einem extrem sicheren und abgespeckten Linux Betriebssystem.

Die Praxis-Computer sind nicht direkt am Internet angeschlossen und daher auch gegenüber potentiellen Angriffen und Viren gut geschützt. Die eigentliche Windows-Umgebung (nebst der Praxis-Software Z. Bsp. Röntgenanwendungen) befindet sich auf dem entfernten Server. Über eine speziell abgesicherte und verschlüsselte Verbindung (VPN-Tunnel) wird eine abhörsichere Verbindung zwischen den Praxis Computern und dem Server hergestellt. Sowohl Server als auch Praxis sind zudem über eine Firewall vom Internet abgeschottet und vor fremden Zugriffen geschützt.

Keine Chance für Viren oder Datendiebstahl auf den Praxis-Computern dank Trennung vom Internet.

Einzige technische Voraussetzung ist ein moderner Breitbandanschluss (z.B.: vDSL oder Kabel Internet mit 50.000Mbit/sec), sowie ein handelsüblicher Router (z.B.: AVM Fritz!Box) und Netzwerkdosen für die anzuschließenden Praxis Computer in den Behandlungsräumen.  So lassen sich sogar mehrere Praxen oder medizinische Versorgungszentren über verschiedene Standorte hinweg einfach,  kostengünstig sicher und ohne teure Standleitungen miteinander vernetzen. Die eingesetzte Technik entspricht dem Niveau der kassenärztlichen Vereinigung bzw. übertrifft den Standart des KVM-SafeNet sogar.